Welche Fette sind gut und sollten gegessen werden?

13 November 2018 | Allgemeine Gesundheit, Artikel, Darmgesundheit, Verdauung

Was sind gute Fette? Für den Verzehr liegt der Unterschied zwischen guten und schlechten Fetten darin, ob die Fette natürlichen Ursprungs sind oder ob sie in der Fabrik hergestellt wurden. Wichtig dabei ist, ob die Fette erhitzt wurden, bei welcher Temperatur und wie oft. Alle Fette, die das Kriterium erfüllen, dass sie natürlich sind und nicht erhitzt wurden, sind grundsätzlich gute Fette. Allerdings gibt es auch hier wieder Unterschiede.

Omega’s
Bei gesundem Fett handelt es sich nicht nur um eine einzige Art Fett, das für den Körper gesund ist. Es gibt verschiedene Sorten Fett, die wir brauchen, um weiterhin optimal funktionieren zu können. Die meisten Menschen haben schon von den ‘Omega‘s‘ gehört. Das ist eine Kategorie von Fetten die wir brauchen. Gesunde Omegas die wir benötigen sind unterteilt in Omega-3, 6 und 9.

Omega 6
In der westlichen Welt verzehren wir zu viel Omega-6 Fette. Diese Fette kommen im Fleisch von Tieren vor, die mit Körnern gefüttert wurden die sehr reichhaltig an Omega 6 sind. Getreide enthält nun einmal sehr viel Omega 6 und die Menschen verzehren heute immer mehr Weizenprodukte. Wir essen auch viel Mais, Palmen und Sonnenblumenöl , die viel Omega-6 enthalten. Das sind Fette, die in vorgefertigten Lebensmitteln häufig verwendet werden. Jetzt sind das pflanzliche, natürliche Fette die nicht einmal erhitzt wurden und doch fallen sie in die Kategorie, die wir heutzutage zu viel aufnehmen. Der Mehrverbrauch dieser Kategorie von Fetten kann zu aggressivem Verhalten, Depressionen und Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Omega 3
Diesen stark vermehrten Verzehr von Omega 6 können wir durch die Zugabe von ausreichend Omega-3 in unserer Ernährung ausgleichen. Das sind Fette aus fettem Fisch, Muscheln, Hanföl , Raps, Leinsamen, Nüssen, Olivenöl, Samen und Hülsenfrüchten. Darüber hinaus gibt es eine Pflanze, die ‘Ahiflower‘ heißt. Dies ist die beste pflanzliche Quelle für Omega-3 und auch die, die wir am  besten absorbieren können. Auch Öl aus Algen ist reich an hoch resorbierbarem Omega 3. Was Kochen betrifft sind Fette wie Sonnenblumenöl, Sojaöl und Baumwollsamenöl mit Abstand die ungesündesten Öle und wenn diese bereits in einem vorgefertigtem Produkt enthalten sind, dann sollten Sie sie diese besser vollständig vermeiden. Einige der so genannten gesunden Produkte können voll sein mit dieser Art von Fetten und sind damit nicht annähernd so gesund, wie man sie aussehen lässt.

Was ist gut und was nicht?
Hervorragend zum Backen und Braten eignet sich Bio-Butter, Kokosöl , Schmalz und Gänseschmalz. Sie enthalten relativ wenig an Omega-6, allerdings enthalten sie nicht immer genügend Omega-3, um das Gleichgewicht zwischen Omega 3 und 6 zu halten. Olivenöl enthält dagegen eine Menge von Omega-3, ist aber völlig ungeeignet zum Braten und Rösten. Es ist ein sehr instabiles Öl. Wenn Olivenöl erhitzt wird verändert es sich schnell in Trans-Fettsäuren, dass sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb ist es gut, nur kalt gepresstes Olivenöl zu verwenden. Sie verwenden dieses Öl kalt, zum Beispiel als Salat Dressing, träufeln es über Ihr Gemüse oder vermengen es mit Joghurt. Auch Avocado Öl ist ein Öl reich an Omega 3, jedoch kann man die ganze Avocado besser kalt und als ganze Frucht verzehren. Auf dem Gebiet der Fette, ist es immer wichtig, die beste Qualität zu kaufen.

Das Gleichgewicht zwischen den Fetten
Darüber hinaus ist es wichtig, ein wachsames Auge auf das Verhältnis der Omega-Fettsäuren zu haben. Es sollte eigentlich genauso viel Omega-3 als Omega 6 aufgenommen werden. Wir nennen das auch das 1 zu 1 Verhältnis. Ein Verhältnis von 1 zu 2 oder 1 zu 3 ist ebenfalls gut. Das bedeutet, dass Sie zwei oder dreimal so vielen Omega-6 als Omega-3 aufnehmen können, aber mehr als viermal mehr Omega-6 als Omega-3 ist zu viel. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen führen und wir raten Menschen, die schon Probleme haben ihrer Fettsäure-Aufnahme zu untersuchen.

Fettsäure-Verhältnis
Es ist möglich, ein Fettsäureprofil in spezialisierten Labors erstellen zu lassen. Dann kann man genau sehen, wie es um das Fettsäure-Verhältnis im Körper gestellt ist und korrigieren was korrigiert werden muss. Wenn Leute denken, dass sie nicht das richtige Verhältnis der Fettsäure erhalten, können sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen die Omega-3 enthalten, wie zum Beispiel Fischöl oder Krillöl . Darüber hinaus benötigt der Körper bestimmte Verdauungssäfte und Enzyme, um die richtigen Fette verdauen und aufnehmen zu können. Selbst die beste Qualität einer Fettsäure kann nicht richtig vom Körper aufgenommen werden, wenn die Verdauung nicht optimal funktioniert. Digesta und Enzyma sind Nahrungsergänzungsmittel die hierfür bestens geeignete sind.